Auf der IA Konferenz gewähren Branchenführer Einblicke in digitale Projekte und Arbeitsweisen The Digitale: Kai Schmidt

5 Learnings von der IA Konferenz in Berlin

User Experience und UX Prototyping Crash Kurs

Im digitalen Zeitalter sind User Experience (UX) und Customer Journey nicht mehr nur “nice-to-have”, sondern wichtige Bestandteile von Produkten und Services. Doch wie lassen sich diese Begriffe wertbringend in die Business Strategie einordnen, wie lassen sie sich messen und wie kann langfristig ROI generiert werden? 

Wir haben uns auf der IA Konferenz, die unter dem Motto „Prototyping Experiences” stand, bei Experten aus den Bereichen UX, Protoyping und Digital Marketing umgehört.

 

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1. Es ist wichtig, User Experience zu verstehen

Die Erkenntnis, dass die Experience des Users - also wie Ihr Kunde auf der digitalen Plattform Ihre Produkte oder Services erlebt - entscheidend für Ihren Erfolg ist, markiert den ersten Schritt in Richtung erfolgreicher UX Designs. Oft stellt sich dabei aber direkt die schwierige Frage: Wie kann ich eine User Experience strategisch erstellen, wie kann ich diese auch UX genannte Experience messen und wie spiele ich das Resultat in meine Content Marketing Prozesse zurück?

User Experience ist mehr als das Design einer Webseite oder eines Produkts. Sie beschreibt viel mehr jede Interaktion eines Kunden, von der Entdeckung des Produkts (ja, auch Werbung, Digital Advertising und Social Media gehören zu UX) über die Kaufentscheidung bis hin zur Nutzung des Produkts. Die Art und Weise, wie wir Benutzer und Kunden ansprechen und wie wir ihnen eine Leistung präsentieren, hat maßgeblichen Einfluss auf deren Kaufentscheidung. Deshalb muss ein gutes UX Konzept nicht nur grafisch perfekt auf die gewünschte Zielgruppe abgestimmt werden, sondern auch den Spagat zwischen einfacher Bedienbarkeit und Erlebnis schaffen. Was heißt das für Ihr Unternehmen? Wenn Sie UX verstehen, haben Sie die Grundlage dafür geschaffen, Ihre Kunden zu begeistern.

2. Durch Virtual Prototyping können Sie UX sehr agil optimieren - bei minimalen Kosten

Moderne Prototyping-Methoden können Ihrem Unternehmen dabei helfen, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern - egal ob Sie Ihr Content Marketing und Ihre Online-Darstellung optimieren wollen oder sogar UX in offline Bereichen testen wollen. 

Virtual und Fast Prototyping Techniken helfen, in diesem Kontext schnell ans Ziel zu kommen und dabei den ROI zu optimieren. Der weiterverbreitete Prozess zum Test neuer Ideen und Produkte, bei welchem ein Minimum Viable Product (MVP) entwickelt und getestet wird, kann durch diese Vorgehensweise neu strukturiert werden. 

Denn die Entwicklung und das Testen eines MVP birgt bereits relativ hohe Kosten in sich. Durch Virtual Prototyping kann jedoch das erste Marktfeedback schon vor der Fertigstellung eines MVP eingeholt werden. Dadurch lassen sich Produktfeatures testen, bevor sie wirklich umgesetzt werden.

Kosten und Zeit sparen mit Virtual Prototyping Enes Ünal

Beim Virtual Prototyping steht eine Idee oder These am Anfang, auf deren Basis dann ein Konzept entwickelt wird. In den Folgeschritten werden die nötigen Vorkehrungen getroffen, um den Prototypen zu testen und die Ergebnisse zu analysieren. In einem auf der IA Konferenz von Enes Ünal beschrieben Use Case von Candylabs wäre das zum Beispiel der Test einer Serviceplattform für das Waschen von Bettwäsche. Um die Idee zu testen, wurde eine Landingpage gebaut, welche die Pain Points der Zielgruppe aufgreift, die Idee präsentiert, und einen Call To Action beinhaltet, um die getroffene These zu validieren.

Screenshot des Prototyps für www.frischebettwaesche.de

Von diesem Prototyp können dann zu jeder Idee mehrere Testversionen schnell und einfach aus einem Baukasten zusammengebaut werden und somit eine Vielzahl von Thesen mit verschiedenen Prototypen getestet werden. 

Als sogenannte Lead Channels zur Bewerbung und Analyse der virtuellen Prototypen können verschiedene Kanäle ausgesucht werden, von quantitativen (z.B. Native Advertising, Social-Ads oder Search Engine Advertising) bis hin zu qualitativen (z.B. POS Interviews, Calls). 

Wichtig bei der Erstellung des Konzepts ist, dass bei allen Prototypen die zentrale Marketingbotschaft, also das Produkt, der User Benefit, die Funktionsweise, der Call To Action, Trustelemente wie Referenzen und „echte“ Kontaktdaten feste Bestandteile der Landing Page sind, um möglichst authentisch zu sein.

Mit den oben beschriebenen Methoden können aber nicht nur Ihre neuen Produkte und Services, sondern mit wenigen Änderungen auch Ihre Content Marketing Strategie oder Ihre Digital Advertising Kampagnen kosteneffizient optimiert werden. 

 

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3. So können Sie Ihre UX-Maßnahmen messbar machen

Nach dem Testlauf können über die vorher definierten KPIs (z.B. CTR, CPC, CPR, Conversion Rate, CPL) verschiedene Ideen gegeneinander getestet werden und so der Ideenpool immer weiter eingegrenzt werden. Dadurch können fundierte Erkenntnisse über die Bedürfnisse der Zielgruppe, die Qualität des Layouts und der USPs gewonnen werden. Dieses Wissen kann dann bereits bei der Erstellung des „echten“ Produktes, z.B. des ersten MVPs, genutzt werden. 

Aber wie lassen sich solche Tests oder gar die UX einer bestehenden Website oder eines Produktes messen? Der gekonnte Einsatz von gängigen Online Analytics Metriken kann bereits wertvolle Einblicke in das User-Verhalten geben. 

Außerdem können Tasks für Besucher einer Webseite definiert werden (z.B. Anmeldung zum Newsletter) und diese dann über Task Completion Rate (TCR), Task Completion Time (TCT) und Conversion Rate validiert werden. Zusätzlich können aber auch User Feedback, z.B. der Net Promoter Score und eine qualitative Analyse (Umfragen, Interviews etc.) sehr gute Aufschlüsse über das User Verhalten in Zusammenhang mit dem Produkt geben.

Die Faustregel bei der Auswertung von UX-Parametern, aber auch bei anderen Web Analytics sollte sein: Je mehr Daten Sie generieren, desto fundiertere Entscheidungen können Sie treffen. Trotzdem ist es wichtig, einige wenige KPIs zu definieren, welche immer schnell und einfach als Wegweiser herangezogen werden können.

 

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4. So wird die User Experience Bestandteil Ihrer Marketing- und Business-Strategie

User sind extrem unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, sich im Klaren über die Zielgruppe und Personas zu sein, für welche die User Experience optimiert werden soll. Im Idealfall sind bereits Personas vorhanden, welche durch qualitative Verfahren (z.B. Kundeninterviews) validiert wurden. Auf dieser Basis können sehr gut Hypothesen getroffen werden und diese dann schnell mit einem Prototyp validiert werden. 

Mit dieser Strategie und den Werkzeugen des Virtual Prototyping lassen sich neue Produktfeatures sehr schnell auf ihr Potenzial hin überprüfen und die User Experience schon vor Erstellung des Produkts optimieren.

Langfristiger Erfolg kann hier vor allem dann generiert werden, wenn diese Vorgehensweise zuverlässig in Ihren Product-Life-Cycle integriert wird. 

Kann Virtual Prototyping auch Offline oder für Hardwareprodukte genutzt werden? Das Unternehmen IXDS beantwortet diese Frage mit einem klaren “Ja”! Im Rahmen des Baus einer neuen U-Bahnlinie in Hamburg haben Entwickler des Berliner Unternehmens einen U-Bahnhof virtuell nachgebaut und mit Hilfe von Virtual Reality (VR) Technologie User verschiedene Konzepte testen lassen. 

Da diese Methodik aktuell noch viel Entwicklungsaufwand darstellt, können alternativ einzelne Produktfeatures von physischen Objekten auch mit einfachen Auswahltests innerhalb des webbasierten Prototypen abgefragt werden. Diese Methode liefert zwar weniger detailliertes Feedback, reicht aber in den meisten Fällen aus, um verschiedene Design- und UX-Features (Farbe, Form, Funktion) gegeneinander zu testen. 

Zusammenfassend: Je mehr Hypothesen und Ideen Sie testen, desto besser können Sie Ihre Services und Produkte auf Ihre Zielgruppe abstimmen. 

5. User Experience, Agilität und ROI - Die Balance ist wichtig

Die bereits beschriebenen Techniken sind ideal geeignet um ihre Webseiten und Content Marketing Maßnahmen auf ihre Kunden und Zielgruppen abzustimmen. Der Erfolg hängt allerdings maßgeblich von zwei weiteren Kompetenzfeldern ab. 
Zum einen ist es unerlässlich, durch intelligentes Change Management die Mitarbeiter abzuholen. Denn nur wenn die gesammelten Daten und das User Feedback fortlaufend in konkrete Maßnahmen umgewandelt werden, kann das volle Leistungspotential von modernem Prototyping ausgeschöpft werden. Agile Arbeitsmethoden können helfen, eine solche „Customer First“ Kultur einzuführen. Wie diese Herausforderung gemeistert werden kann, wurde auf der IA Konferenz 2018 eindrucksvoll von Martin Wolf von Point of origin erklärt.

Modernisierung und Innovation lebt von Menschen - deshalb ist Transformation ein wichtiger Bestandteil einer guten Marketing Strategie Martin Wolf

Außerdem werden für fundierte Entscheidungen möglichst viel relevanter Traffic sowie effiziente und möglichst zielführende Key Performance Indicators (KPI) und Analytics benötigt. Das lässt sich sehr gut durch moderne Digital Advertising Maßnahmen (z.B. Native Advertising, Social Advertising, SEA) und verschiedenen Analytics Tools erreichen. 

 

Ein Pro-Tipp: Die benötigten KPIs zur Entscheidungsfindung lassen sich sehr gut mit maßgeschneiderten Dashboards veranschaulichen, um alle Teams und Mitarbeitern eine gute Übersicht über Erfolge und weiteres Potenzial zu geben.

 

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